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Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs)

Unser Leitbild

Eine frühzeitige Diagnose von Darmkrebs ist wichtig, denn je früher eine bösartige Erkrankung erkannt wird, desto besser sind in vielen Fällen die Heilungs- und Überlebenschancen.

Diagnostik

Die Darmspiegelung (Koloskopie) – die zuverlässigste Untersuchung

Jede Änderung der Stuhlgewohnheiten sowie Blut- oder Schleimbeimengungen oder -auflagerungen sind sehr verdächtig und sollten abgeklärt werden. Des Weiteren können Müdigkeit, ein ungewollter Gewichtsverlust, Blutarmut und bei größeren Tumoren auch Bauchbeschwerden auftreten.

Das Standardverfahren, um Darmkrebs festzustellen, ist die sogenannte komplette oder große Koloskopie – die Spiegelung des gesamten Dickdarms. Hierbei können Proben aus dem Darm gewonnen werden oder Polypen abgetragen werden. Wenn in der Darmspiegelung bei Ihnen ein Tumor entdeckt wurde, sind weitere Untersuchungen notwendig. Das Behandlungsteam möchte nun wissen, wie weit sich der Krebs im Körper ausgebreitet hat, ob Lymphknoten oder andere Organe befallen sind. So kann es das Tumorstadium feststellen.

  • Tastuntersuchung des Enddarms
  • Röntgenaufnahme des Brustkorbes
  • Computertomographie (CT)

Therapie

Tumoroperation am Dickdarm

Nahezu alle Formen des Dickdarmkrebses können und sollen operiert werden. Die Therapie ist abhängig von der Lokalisation und der Ausdehnung des Tumors. Jeder Patient mit einem Dickdarmkrebs wird im Darmzentrum unseres Hauses vor Therapiebeginn in der interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt. Hier kommen Onkologen, Gastroenterologen, Strahlentherapeuten und Visceralchirurgen zusammen und erarbeiten ein maßgeschneidertes Konzept für jeden Patienten.

Tumoroperation am Dickdarm erfolgen in unserer Klinik ausnahmslos minimal invasiv. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, setzen wir dabei das Robotik Da Vinci® System ein. Der Dickdarm und sein Lymphabflussgebiet werden vollständig unter Erhalt einer dünnen Hüllschicht entfernt (totale mesokolische Exzision oder CME). Dies gelingt durch den Einsatz der Robotic Surgery besonders sicher und verlässlich. Je nach Lokalisation des Tumors wird das rechte Hemikolon, der Querdarm, oder das linke Hemikolon reseziert. Bei all diesen Operationen ist kein künstlicher Darmausgang notwendig. Die abgesetzten Darmenden werden am Ende der Operation wieder miteinander verbunden.

Falls der Pathologie bei der Aufarbeitung des entfernten Darmabschnittes Metastasen in den Lymphdrüsen findet, wird eine zusätzliche Chemotherapie durchgeführt. Finden sich während der Operation Absiedlungen des Tumors in der Leber oder in der Bauchhöhle, können diese Manifestationen in manchen Fällen direkt mit entfernt werden. Auch in diesen Fällen kommt eine zusätzliche Chemotherapie entweder als Infusionsbehandlung oder als HIPEC in Betracht.

Risikofaktor

Darmkrebs in der Familie (Familiäres Darmkrebsrisiko)

Wenn Verwandte ersten Grades, also Großeltern, Eltern oder Geschwistern eine Darmkrebserkrankung, Darmpolypen oder bösartige Tumore im Magen oder der Gebärmutter hatten oder haben, ist das Risiko ebenfalls an Darmkrebs zu erkranken um ca. zehn Prozent erhöht. Deshalb ist es gerade für junge Menschen wichtig, in der Familie nachzufragen. Sollten drei oder mehr Familienmitglieder an Darmkrebs, Gebärmutter- oder Magenkrebs erkrankt sein, kann eine besondere erbliche Form von Darmkrebs (HNPCC/ Lynchsyndrom, FAP) vorliegen. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen, sich von einem niedergelassenen Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie beraten zu lassen und frühzeitig Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen.